Ringelblume
12. April 2012
Calendula officinalis - Korbblütler (auch Regen-, Studenten-, Toten-, Warzen- oder Magdalensblume)
Botanisches: Die alte Heilpflanze stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum. Die lanzenförmigen Blätter und der kantige, verzweigte Stängel sind stark behaart. An den Spitzen der Stängel sitzen die 4 bis 7 cm großen Blütenköpfe. Sie blühen von Juni bis in den Oktober in schönen Orangetönen. Die gesamte Pflanze wird 30 bis 50 cm hoch.
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Carotinoide und Xanthophyll (Vorstufen von Vitamin A), Substanzen der Saponin-Gruppe, Harze, Bitterstoffe, organische Säuren
Anbau: Am besten gedeihen Ringelblumen in voller Sonne, auch lichten Schatten akzeptieren sie noch. Sie dürfen dann aber nicht zu dicht gepflanzt werden, sonst sind die Blätter in feuchten Sommern anfällig für Mehltau. Optimal sind gut durchlässige, nicht zu nahrhafte Böden, Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.
Die Pflanze ist einjährig, doch sät sie sich manchmal selbst aus. An ihrem Standort vertreibt sie Fadenwürmer (Nematoden), die Welkerscheinungen und Wachstumsstockungen auslösen.
Ernte: Frische Blätter erntet man nur von ganz jungen Pflanzen, bei älteren Pflanzen sind sie bitter und hart. Blütenköpfe werden grundsätzlich in der Mittagszeit gepflückt, Blätter hingegen morgens nach dem Tau. Zum Trocknen der Blütenköpfe oder der Strahlenblüten wählen Sie eine länger anhaltende, trockene Sommerperiode.
Verwendung: Der Volksmund nennt die Ringelblume auch Barometer- oder Regenblume. Haben sich ihre Blüten nämlich zwischen 6 und 7 Uhr morgens geöffnet, wird der Tag sonnig. Bleiben ihre Blüten dagegen noch nach 7 Uhr geschlossen, wird es wahrscheinlich regnen.
Ringelblumenblütentee lindert Entzündungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum. Dafür gibt man 1 bis 2 Teelöffel getrocknete Blütenblätter in eine Tasse, gießt mit heißem Wasser auf und filtert nach10 Minuten ab. Spülen oder gurgeln Sie mehrmals täglich mit diesem Tee.
Umschläge aus frischen Blättern helfen bei Hautentzündungen, Warzen und Hühneraugen. Da der Saft die Haut zarter macht, weichen solche Umschläge auch Hornhaut auf. Ein Rezept für Ringelblumensalbe finden Sie hier.
Ringelblumenblüten dienten früher als Ersatz für den teuren Safran. Schon einige getrocknete Blütenblättchen verleihen beispielsweise Reis eine schöne gelbe Farbe und einen angenehm bitter-aromatischen Geschmack.