Ein Tag im Leben

Ringelblume

12. April 2012


Calendula officinalis - Korbblütler (auch Regen-, Studenten-, Toten-, Warzen- oder Magdalensblume)

Botanisches: Die alte Heilpflanze stammt vermutlich aus dem Mittel­meerraum. Die lanzenförmigen Blätter und der kantige, verzweigte Stängel sind stark behaart. An den Spitzen der Stängel sitzen die 4 bis 7 cm großen Blütenköpfe. Sie blühen von Juni bis in den Oktober in schönen Orangetö­nen. Die gesamte Pflanze wird 30 bis 50 cm hoch.

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Caroti­noide und Xanthophyll (Vorstufen von Vitamin A), Substanzen der Saponin-Gruppe, Harze, Bitterstoffe, orga­nische Säuren

Anbau: Am besten gedeihen Ringel­blumen in voller Sonne, auch lichten Schatten akzeptieren sie noch. Sie dür­fen dann aber nicht zu dicht gepflanzt werden, sonst sind die Blätter in feuchten Sommern anfällig für Mehl­tau. Optimal sind gut durchlässige, nicht zu nahrhafte Böden, Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.

Die Pflanze ist einjährig, doch sät sie sich manchmal selbst aus. An ihrem Standort vertreibt sie Fadenwürmer (Nematoden), die Welkerscheinungen und Wachstumsstockungen auslösen.

Ernte: Frische Blätter erntet man nur von ganz jungen Pflanzen, bei älteren Pflanzen sind sie bitter und hart. Blü­tenköpfe werden grundsätzlich in der Mittagszeit gepflückt, Blätter hingegen morgens nach dem Tau. Zum Trock­nen der Blütenköpfe oder der Strah­lenblüten wählen Sie eine länger an­haltende, trockene Sommerperiode.

Verwendung: Der Volksmund nennt die Ringelblume auch Barometer- oder Regenblume. Haben sich ihre Blüten nämlich zwischen 6 und 7 Uhr mor­gens geöffnet, wird der Tag sonnig. Bleiben ihre Blüten dagegen noch nach 7 Uhr geschlossen, wird es wahr­scheinlich regnen.

Ringelblumenblütentee lindert Ent­zündungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum. Dafür gibt man 1 bis 2 Teelöffel getrocknete Blütenblätter in eine Tasse, gießt mit heißem Wasser auf und filtert nach10 Minuten ab. Spülen oder gurgeln Sie mehrmals täglich mit diesem Tee.

Umschläge aus frischen Blättern hel­fen bei Hautentzündungen, Warzen und Hühneraugen. Da der Saft die Haut zarter macht, weichen solche Umschläge auch Hornhaut auf. Ein Rezept für Ringelblumensalbe finden Sie hier.

Ringelblumenblüten dienten früher als Ersatz für den teuren Safran. Schon einige getrocknete Blütenblätt­chen verleihen beispielsweise Reis eine schöne gelbe Farbe und einen angenehm bitter-aromatischen Ge­schmack.

DAS TUT DEM HERZEN GUT

5. März 2012

Herz- und Kreislauferkrankungen sind am häufigsten verbreitet und fordern statistisch die meisten Todesopfer. Auf diesem Gebiet ist dringliche Vorsorge notwendig und auf einfache Weise auch möglich. Mit Stress Management, vegetarischer Ernährung und leichter sportlicher Betätigung kann das Herz entlastet bzw. durch Sauerstoff- und Nähr-stoffzufuhr gestärkt, die verengenden Ablagerungen vermieden werden. Erst seit einiger Zeit wird die Bedeutung von Vitamin-C und Selen als Nährstoff für diese Risikogruppe erkannt. Ebenso ist der Zusammenhang von Diabetes und Herzerkrankungen in der medizinischen Fachwelt kein Geheimnis mehr. Neueste Forschungsergebnisse von Dr. M. Rath auf dem Gebiet der Herz-Kreislauferkrankungen beweisen: Herzkrankheiten wie auch Diabetes können auch aufgrund unzureichender Nährstoffversorgung entstehen. Mit erhöhter Zufuhr von antioxidativen Vitaminen, im besonderen Vitamin C, Mineralstoffen und Aminosäuren und entsprechender Diät kann der Volkskrankheit Nr. 1 auf einfache und natürliche Weile vorgebeugt werden. Unter diesem Aspekt wird der erfolgreiche Einsatz von Aloe Vera Saft verständlich, weil er zur besseren Verwertung der aufgenommenen Nahrung beiträgt, den Säure-Basen-Haushalt regulieren hilft, Herz und Arterien allgemein mehr Nährstoffe, Sauerstoff und Energie erhalten.

Arteriosklerose und Herzbeschwerden konnten mit Aloe Vera in Verbindung mit einer Herzdiät bemerkenswert gebessert, die Cholesterin- und Triglycerin-werte deutlich gesenkt, Gefäßablagerungen abgebaut werden. Blut- und Gefäßdruck normalisierten sich. Die Sauerstoffversorgung der Herzkranzgefäße verbesserte sich, der Herzrhythmus pendelte sich ein.

Hausmittel Apfelessig

20. Februar 2012

Apfelessig bei Muskelkrämpfen

Manche Menschen wachen in der Nacht auf, weil sich die Glied­maßen, die Rückenmuskulatur oder die Halsmuskeln verkrampft ha­ben. Wenn Sie längere Zeit morgens Apfelessigwasser mit Honig trin­ken, werden die unangenehmen Krämpfe verschwinden. Das gleiche gilt auch für Muskelkrämpfe, die beim Sport oder anderen körperli­chen Betätigungen häufig auftreten. Wirkung: Gleicht Mineralstoffmängel aus.

Muskelzerrungen

Muskelzerrungen behandelt man nach einem bewährten Hausrezept ebenso wie Schwellungen, Blutergüsse und Prellungen mit einem Apfelessigumschlag. Schwellungen gehen dadurch schneller zurück, und die Schmerzen lassen bald nach.

Tauchen Sie ein Tuch in reinen Apfelessig und wringen es aus.

Es hat sich in vielen Fällen bewährt, noch etwas Cayennepfeffer darauf zu streuen, ehe das Tuch auf die betroffene Stelle gelegt wird.

Darüber ein Frottiertuch wickeln. 5 bis 10 Minuten einwirken lassen, den Umschlag nach einer Weile wiederholen.

Oder: Sie legen ein Tuch mehrfach gefaltet in essigsaure Tonerde, die Sie in Reformhaus oder Apotheke erhalten. Nach einer Weile wringen Sie das Tuch aus und legen es auf die Verstauchung oder Prellung. Wie­derholen, sobald der Umschlag trocken ist.

 Oder: Sie tauchen ein Tuch in puren Apfelessig, dem 2 TL Jodsalz hin­zugefügt wurden. Mit diesem Tuch machen Sie dann einen Umschlag auf der betroffenen Muskelpartie. Wirkung: abschwellend, schmerzlindernd.

 Nasenbluten

Wer häufig Nasenbluten hat, sollte regelmäßig das Apfelessiggetränk trinken. Die Blutung stillt man, indem man ein Baumwolltüchlein voll Essig tränkt und sanft in das Nasenloch einführt. Dort lassen, bis es aufhört zu bluten.

Wirkung: Fördert die Blutgerinnung, desinfiziert.

Nervöser Tick und Apfelessig

Wer feststellt, dass ein Augenlid oder bestimmte Muskelbereiche öfter unkontrolliert flattern oder zucken, sollte über einen längeren Zeit­raum am Vormittag folgendes Getränk zu sich nehmen: 1/2 Glas Wasser und 1/2 Glas Grapefruit- oder Orangensaft mit 1 TL Apfelessig gut vermischen

Wirkung: Gleicht Mängel an Mineralstoffen und Vitaminen aus.

Ohrenschmerzen

Bei Ohrenschmerzen sollten Sie, um die Ursache abzuklären, einen Arzt aufsuchen, denn bei dem empfindlichen Gehörorgan sollte man nichts riskieren. Für Schwimmer, die häufig unter Ohrenschmerzen leiden, sind Ohrspülungen empfehlenswert. Mit einer Mischung aus zwei Teilen abgekochtem Wasser und einem Teil Essig sollte man dabei so verfahren, wie man sich gewöhnlich die Ohren mit Wasser wäscht.

Dampfbad für das Ohr

Erhitzen Sie 1 Tasse Apfel­essig mit 2 Tassen Wasser

Halten Sie dann den Kopf seitwärts über den Topf, so dass

die aufsteigenden Dämpfe bis in das Ohr gelangen können; dabei aber unbedingt aufpassen, dass der heiße Dampf das Ohr nicht verbrennt

Ohrenschmerzen, die von einer Entzündung herrühren oder mit einer Erkältung einhergehen, können mit einem schmerzstillenden und entzündungslindernden Apfelessig-Dampfbad für das Ohr behandelt werden.

Ohrgeräusche

Das Apfelessig-Honig-Getränk dreimal täglich zu den Mahlzeiten mil­dert lästige Geräusche im Ohr. Das Getränk sollte auch eingenommen werden, wenn die Hörfähigkeit nachzulassen beginnt. Wirkung: Gleicht den Mineralstoffhaushalt aus, macht das Blut fließfähiger.

Rheumatische Erkrankungen und Gicht

Wer das ganze Jahr über das Obstessiggetränk morgens nach dem Auf­stehen genießt, beugt rheumatischen Erkrankungen und Gicht vor. Wirkung: Entschlackt, behindert die Bildung von Darmgiften, die sonst in den Organismus gelangen.

Die Harmonie der Elemente beim Ölziehen

12. Februar 2012

Wer sich intensiver mit den Einflüssen des Mondes beschäf­tigt hat, wird auch mit der Lehre von den vier Elementen

- Feuer, Wasser, Erde und Luft - in Berührung gekommen sein. Die vier Elemente werden als Qualitäten den verschie­densten Zuständen und Phänomenen zugeordnet und sym­bolisieren in ihrer Ausgewogenheit die kosmische Ordnung. Im Kleinen wie im Großen lässt sich das Wirken der vier Elemente beobachten und dazu heranziehen, das Zusam­menspiel der Naturkräfte anschaulich zu machen.

Die vier Elemente begegnen uns heute vor allem noch in der Astrologie und Charakterkunde sowie - wieder verstärkt

- in der Ganzheitsmedizin. In der traditionellen Heilkunde Chinas und Indiens ist die Lehre von den Elementen einer der Grundpfeiler für Diagnose und Therapie. Allerdings unter­scheidet sich die östliche Elementenlehre verständlicherweise in manchen Punkten von den philosophischen, spirituellen, medizinischen und kulturgeschichtlichen Traditionen der westlichen Auffassung. Doch sowohl die westliche als auch die östliche Ausprägung der Elementenlehre haben gemein­sam, dass sie ein Modell sind, um das Wirken einer größeren Ordnung auf allen Ebenen des Seins begreifbar zu machen.

Das Werk der heiligen Hildegard von Bingen (1098-1179), deren göttlich inspirierte Heilkunde heute wachsende Wert­schätzung genießt und zum Bestandteil alternativer thera­peutischer Verfahren gemacht wird, beruht beispielsweise auf der Lehre von den Elementen.

In ihrem Buch Heilkunde (Causae et Curae) schreibt sie:

 Zuordnungen zu den Elementen

»Alle Weltelemente befinden sich im Menschen, und mit ih­nen wirkt der Mensch. Sie heißen aber: Feuer, Luft, Wasser, Erde. Diese vier Grundstoffe sind in sich selber dermaßen durchflochten und verbunden, dass keines vom anderen geschieden werden kann (…) Ihre Ausbreitung und auch Funktion haben sie im ganzen Menschen so aufgeteilt, dass er von ihnen immerfort in Gang gehalten werden kann, ebenso wie die Elemente durch die ganze übrige Welt aus­gebreitet sind und wirken.«

 Die heilige Hildegard macht durch ihre Schriften und medizinischen Anleitungen anschaulich, wie sehr der Mi­krokosmos des Körpers und der Makrokosmos der Natur miteinander verwoben sind und in einer Wechselbezie­hung stehen. Nach ihr findet jedes Handeln des Menschen ein Echo sowohl im eigenen Körper als auch in der Welt. Jeder Einzelne trägt somit Verantwortung für die eigene Ge­sundheit und für seine Umwelt. Die Betonung liegt auf dem Handeln, das heißt, wir sollen wissen, dass jeder durch sein aktives Tun tatsächlich etwas bewirkt - im Kleinen wie im Großen.

Um eine Kur wie das Ölziehen zu praktizieren, brauchen Sie selbstverständlich keinen theoretischen Überbau wie den Einblick in den Lauf der Gestirne oder das Wissen um die genauen Zuordnungen der Elemente. Alle Informatio­nen dieses Kapitels sollten lediglich dazu dienen, Ihnen ein Gefühl dafür zu geben, dass selbst so simple Dinge wie das Spülen den Mundes mit Öl Bedeutung haben. Eine Ölzieh-Kur kann für Sie zu einem Mittel werden, ins Gleichgewicht zu kommen, und mit dazu beitragen, die Elemente Ihres Lebens in Harmonie zu bringen. Ich möchte Sie dazu er­muntern, Hilfe und eine ordnende heilende Kraft überall zu sehen und für sich zu nutzen.

Ich hoffe, Sie sind nun motiviert, mit dem Ölziehen zu be­ginnen, oder haben ein paar Anregungen erhalten, wie Sie Ihre Ölzieh-Kur noch wirkungsvoller gestalten können. In einer Zeit voller Herausforderungen und intensiver Einflüsse auf spiritueller, emotionaler, mentaler und kör­perlicher Ebene, in der immer mehr Menschen spüren, dass eine neue Lebensqualität möglich wird, ist es hilfreich, sich auf reinigende und klärende Techniken zu besinnen und sie zu nutzen. Dabei ist es genauso wichtig, seinen Körper fit zu halten und mit Nahrung, Bewegung und Pflege gut für ihn zu sorgen, wie sich um ein emotionales Gleichgewicht zu bemühen, indem Kummer, Sorgen und verdrängte Gefühle angeschaut und bearbeitet werden. Geht es dem Körper gut, durchzieht uns ein zuversichtliches Lebensgefühl. Sind wir mit unseren Emotionen im Reinen, erfährt der Körper eine große Unterstützung, um all die feinen, wunderbar aufein­ander abgestimmten Aufgaben zu erfüllen. Das Ölziehen ist in diesem Zusammenhang eine handfeste, solide und unkomplizierte Form, dem Körper zu helfen, Schädliches und Überflüssiges loszuwerden. Und dieses scheint eines der Gebote der Stunde zu sein.

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

29. November 2011

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sind nichts Ungewöhnliches. Viele werdende Mütter klagen über Kopfschmerzen, wenn sie schwanger sind, vor allem in den ersten drei Monaten.
Als Ursache werden die Hormonflut und die Umstellungen im Körper vermutet. Es können aber auch andere Auslöser “schuld” sein: Stress, Koffeinentzug, Müdigkeit, Hunger.Medikamente sollten Sie nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen, vor allem in den ersten zwölf Wochen. Sie können folgende ungefährliche Methoden ausprobieren - vielleicht hilft ja die eine oder andere.

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft; Was tun?

1. Trinken Sie viel: Wasser, ungesüssten Tee oder Schorle - mindestens
2 - 3 Liter am Tag.

2. Heilpflanzenöl (Minzöl) auf die Stirn, Schläfe und Nacken tupfen und leicht einmassieren.

3. Erlernen Sie eine Entspannungsmethode: Autogenes Training, Yoga.

4. Ebenso entspannend: Ein Bad (Achtung: max. 37 Grad, höchstens 20 Minuten). Wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben, passen Sie auf beim Aussteigen aus der Wanne!

5. Legen Sie sich in einem abgedunkelten Raum hin.

6. Lassen Sie sich den Nackenbereich massieren.

7. Regulierend auf die Blutgefässe des Kopfes wirken kalt-warme Fußbäder.

8. Gehen Sie an die frische Luft spazieren.

9. Lassen Sie sich nicht stressen, gehen Sie den Alltag ruhiger an.

10. Finden Sie heraus, was den Kopfschmerz auslöst und meiden Sie dann - wenn möglich - diese Situationen.

11. Legen Sie eine warme Kompresse auf Augen und Nase.

12. Legen Sie eine kalte Kompresse aufs Genick.

13. Essen Sie regelmäßig und verpflegen Sie sich zwischendurch mit gesunden Snacks: Vollkornkekse, Früchte usw. Damit vermeiden Sie einen zu niedrigen Blutzuckergehalt - eine häufige Kopfschmerzursache.

14. Bewegen Sie sich regelmäßig. Treiben Sie Sport - aber übertreiben Sie es nicht. Perfekt ist z.B. Schwimmen.

15. Vielleicht hilft auch Akupunktur. Sagen Sie aber unbedingt, dass Sie schwanger sind!

16. Achten Sie auf Ihren Magnesiumhaushalt: Essen Sie Bananen, Aprikosen, Mangold, Spinat, Feigen usw.

Achtung: Bei schweren Kopfschmerzen mit weiteren Symptomen wie Erbrechen, Flimmern vor den Augen und Magendruck sollten Sie unbedingt einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen. Das könnte nämlich auf eine Getose (sogenannte Schwangerschaftsvergiftung) hinweisen!

So hilft die Zitrone bei Grippe

28. September 2011

Grippe (Influenza)

Ursachen und Beschwerden

Die »echte« und äußerst gefährliche Grippe wird von Influenzaviren ausgelöst. Sie verursachen sehr schwere Atemwegsinfektionen. Men­schen, deren Abwehrkräfte ohnehin schon geschwächt sind, können sogar daran sterben.

Als Folge einer Influenza kann es außerdem zu Lungenentzündung und Bronchitis, Mittelohrentzündungen oder Herzrhythmusstörungen kommen. Diese so genannten Zweiterkrankungen werden von an­deren Krankheitskeimen verursacht. Sie greifen an, wenn der Körper durch die Influenza schon erheblich geschwächt ist. Besonders für alte und kranke Menschen, aber auch für Kleinkinder, kann die Zweitin­fektion lebensbedrohlich werden.

So hilft die Zitrone bei Grippe

Medikamente richten gegen Influenzaviren kaum etwas aus. Einzig wirksame Vorbeugung ist die rechtzeitige Impfung im Herbst. Da sich die Viren häufig verändern, gewährt eine früher durch Schutzimpfung oder Influenzaerkrankung erworbene Immunität keinen Schutz mehr. Die erforderliche Zusammensetzung der Impfstoffe wird daher für je­des Jahr neu bestimmt.

Liegt keine Impfung vor und kommt es zu einer Influenza, ist zur Be­handlung unbedingt ein Arzt notwendig. Eigene Versuche helfen dann nicht mehr weiter, und je länger eine angemessene Therapie hinaus­gezögert wird, desto gefährlicher kann es werden.

Zitronenkur

Zur Unterstützung der ärztlichen Behandlung kann die Zitrone sehr wirksam sein, um mit dem in ihr enthaltenen natürlichen Vitamin C die Abwehrkräfte zu stärken. Führen Sie dazu eine Stoßbehandlung durch.

Ausgangspunkt aller Grippeviren sind ent­legene Regionen Asiens, Sibiriens und Westchi­nas. Dort verändern sie ständig ihr Aussehen, indem sich Viren von Menschen mit denen von Tieren kreuzen. Vögel bringen sie bis zum Winter auf ihren weiten Zugstrecken nach Europa. Stecken sich Menschen mit diesen neuen Viren an, erkennt sie das Immunsystem wegen des veränderten Aussehens nicht als Krankheitserreger: Es kommt zu den großen Epidemien.

Der Zwilling im Berufsleben

16. Dezember 2010

Da unsere Zivilisation und unser Wirtschaftssystem deut­lich zwillingshafte Züge tragen, hat es der Geborene die­ses Zeichens nicht schwer, einen ihm entsprechenden Beruf zu finden. Zudem ist er so vielseitig, dass er beinahe aus allem et­was machen kann und sich gut zurechtfindet. Dennoch gibt es eine Reihe von beruflichen Tätigkeiten, die ihm förmlich auf den Leib geschrieben sind. Da sein Prinzip die Vermittlung ist, fühlt er sich besonders in den sogenannten Medien zu Hause, also bei Zeitungen, im Rundfunk und im Buchverlagswesen. Besonders die Massenmedien, Boulevardzeitungen und Fernsehen, können Zwillingstypen gut brauchen. Mit seiner Neugier eignet er sich zum Reporter, der alles ausschnüffelt. Seine Liebe zur Ortsveränderung lässt ihn aus innerer Nei­gung stets den Brennpunkt des Geschehens aufsuchen.

Seine Kontaktfreudigkeit erschließt ihm wichtige Bekannt­schaften und Informationen. Seine geistige Beweglichkeit befä­higt ihn, sich auf die verschiedensten Situationen und Charak­tere einzustellen. Sein Stil liebt die Kürze, das Schlagwort, wo­bei es weniger auf die letzte Ausgereiftheit, sondern auf die All­gemeinverständlichkeit und Griffigkeit, nicht zuletzt auch auf die Sensationswirkung ankommt.

Eines sollte man bei ihm nicht so streng betrachten: Pünkt­lichkeit und Regelmäßigkeit. Man sollte sich vielmehr getrost darauf verlassen, dass er wirklich nicht rastet und ruht, nur dass sich das Neue und Sensationelle ja auch nicht vorschrei­ben lässt, wann und wo es gerade passiert. Der sachlichere Polluxtyp wird im Rechnungswesen, als Sta­tistiker, Buchhalter, Steuerberater am Platz sein. Je mehr er mit Zahlen zu tun hat, desto wohler fühlt er sich.

In manuellen Tätigkeiten kommt ihm zugute, dass gerade die Hände und ihre Geschicklichkeit vom Zeichen der Zwillinge begünstigt sind. Er ist ein ungemein flinker und geschickter Arbeiter. Ansonsten aber liebt der Zwilling Maschinen. Nicht so sehr der Kraft oder Energie wegen, sondern aufgrund der vielfältigen Umset­zungen und Umwandlungen der Kräfte. Dazu kommt seine mathematisch physikalische Begabung. Die Technik bietet ihm also ein überreiches berufliches Betätigungsfeld.

Es wäre von Vorteil, würden die Geborenen dieses Zeichens bewusst den Wandel und Wechsel anstreben. Mehr als anderen liegt ihnen die Mobilität. Sie tun gut daran, sich nirgends allzu heimelig einzurichten, allzu früh zu heiraten oder schwerwie­gende Verpflichtungen einzugehen. Denn gerade der Beruf verlangt von ihnen Veränderung.

Sie sind im Grunde auch besser Angestellte als Selbstständi­ge. Ihre Anpassungsbereitschaft braucht geradezu ein Quan­tum an fremdem Willen und Absichten, um sich davon anregen zu lassen. Als Chefs sind sie im guten Fall liberal, Ideen sehr aufgeschlossen und wenig durch irrationale Ressentiments be­stimmt.

Oft kommt es vor, und dies ist geradezu als ideal zu bezeich­nen, dass Zwillinge zwei Berufe gleichzeitig ausüben. Zumin­dest üben sie meist eine interessante und intensive Nebentätig­keit aus. Dem Prinzip der Zweiseitigkeit liegt auch der Beruf des Dolmetschers oder Übersetzers. Häufig liegt eine große Sprachenbegabung vor, die man ausbilden und vielseitig einset­zen sollte. Ein Blick auf das Zwillinge Partnerhoroskop lohnt sich: Partnerhoroskop Zwillinge

Im Allgemeinen hat der Beruf bei ihm mehr den Charakter des Jobs als der Berufung. In musikalischen Bereichen allerdings können für ihn wirkliche Lebensaufgaben erwachsen. Ob als ausübender Musiker, als Komponist oder in einem Musikverlag — man sollte diesbezügliche Talente sehr ernst nehmen. Denn sein Zeichen ist eines der musikalischsten des Tierkreises. Es ist erstaunlich, wie schnell sich Zwillinge in jedem neuen Betätigungsfeld zurecht finden, selbst wenn sie offenkundig noch gar keine entsprechende Erfahrung ansammeln konnten.

Nikotin, Alkohol und Sodbrennen

12. Dezember 2010

Dass der Genuss von Nikotin ganz allgemein gesundheitsschädlich ist, weiß  inzwischen  sicher  jeder ­schließlich ist auf jeder Zigaretten­packung zu lesen, was das Rauchen im menschlichen Körper anrichten kann. Dass Rauchen auch Sodbren­nen begünstigt, ist jedoch noch nicht allgemein bekannt. Das Nikotin lässt den muskulären Verschluss des Ma­gens zur Speiseröhre erschlaffen, so­dass Magensäure in die Speiseröhre hochsteigen kann. Vor allem die Ziga­rette nach einem opulenten Mahl kann verheerende Wirkung haben, denn der Magen arbeitet nach einer reichhaltigen Mahlzeit auf Hochtou­ren und produziert viel Magensäure.

Alkohol übt die gleiche Wirkung wie Nikotin auf den Verschluss des Magens zur Speiseröhre aus. Vor al­lem, wenn man abends vor dem Schlafengehen mehrere Gläser Wein oder mehrere Flaschen Bier trinkt, be­steht ein erhöhtes Risiko für Sodbren­nen. Verständlich - schließlich kann die Magensäure bei unzureichendem Verschluss im Liegen leichter in die Speiseröhre zurückfließen, sie muss nicht erst, wie im Stehen, entgegen der Schwerkraft hochsteigen. Insbe­sondere kohlensäurehaltige alkoholi­sche Getränke wie Sekt können Sod­brennen hervorrufen, weshalb man bei einer Neigung zu Sodbrennen auf sie verzichten sollte. Zumindest ist es sinnvoll, etwa vier Stunden vor dem Schlafengehen nichts zu trinken.

Wahrsagen

25. November 2010

Der Leser hat das Recht, sich zu fragen, ob unser Deutungsbeispiel wirklich von Arkana ausgeht, die aus einem Spiel gezogen wur­den, nachdem man die Karten gemischt und wie erwähnt kupiert hatte. Diese Arkana ant­worten so gut auf die gestellte Frage, dass man schwören möchte, sie seien für die Sache ausgewählt worden.

Wir können jedoch versichern: Der Tarot hat wirklich von selbst geantwortet - und zwar besser, als wenn wir die Arkana ausgewählt hätten. Diese Wahl hätte uns eher ratlos ge­lassen, also haben wir uns auf die Wahrsage­kunst verlassen, die unser Vertrauen nicht enttäuscht hat.

Als wir 1889 - einzig an der Entzifferung der Symbole interessiert - den ersten Tarot veröf­fentlichten, waren wir der Divination ge­genüber misstrauisch. Freunde baten uns da­mals, ihnen wahrzusagen, und wir konnten ihre Bitte nicht abschlagen. Also zeigten wir ihnen, wie man den Tarot befragt. Wir dachten nicht daran, den als Beispiel ge­gebenen Antworten zu trauen, und belächel­ten unsere ersten Konsultanten etwas, als sie behaupteten, der Tarot sage Wahres aus. Wir waren davon überzeugt, dass ihr Glaube an die Kartomantie ihr Urteil beeinflusste. Was sollten wir aber von den Zweiflern halten, die uns ihre Verblüffung ausdrückten? Wir mussten erstaunliche Übereinstimmun­gen feststellen, die vor allem durch ihr wie­derholtes Auftreten in keinem Verhältnis zu den Angaben der Wahrscheinlichkeitsrech­nung standen.

Das Orakel schien übrigens gewisse Perso­nen zu bevorzugen, indem es ihnen mit einer Klarheit antwortete, die es anderen verwei­gerte. Die Art der Fragestellung machte dabei sehr viel aus. Frivole oder vage Fragen erhiel­ten ironische oder verschwommene Antwor­ten; indiskreten Fragen wurde die Antwort verweigert; ernsthafte und genaue Fragen er­zielten adäquate Antworten. Wir mussten dem Tarot als Divinationsmittel wohl oder übel eine eigene Psychologie aner­kennen, eine rätselhafte Persönlichkeit. Han­delte es sich nur um eine Verdoppelung un­serer eigenen Persönlichkeit? Manifestierte sich unser „Überbewusstsein” in Verbindung mit dem des Fragenden? Hier muss man sich mit Hypothesen begnügen. Wir wurden durch die objektive Beobach­tung der Tatsachen zum Wahrsagen bekehrt. Wir weisen jede Beeinflussung durch verbor­gene Kräfte zurück und sehen darin nur die durchaus normale Wirkung des In-Aktion-Tretens unserer imaginativen Fähigkeiten. Wahrsagen heißt richtig imaginieren. Das ganze Geheimnis der divinatorischen Kunst besteht in der Erziehung der Imagination. Die Vorstel­lungskraft muss im Hinblick auf ihre rationale Anwendung diszipliniert werden. Wir sollten diese Kunst rehabilitieren und sie mit Weisheit pflegen, statt sie dem Empiris­mus der Einfältigen oder der Gerissenheit von Ausbeutern der menschlichen Schwächen zu überlassen.

Die Ausbeutung der Leichtgläubigkeit ist nicht grenzenlos, denn alles hat seine Grenzen, sogar die menschliche Dummheit. Wenn die „professionellen” Wahrsager sich eine Kundschaft schaffen, die sie bewahren, so heißt das, dass sie diese Menschen zufrieden­stellen. Sie müssen also eine gewisse Hellsicht beweisen, trotz der ungünstigen Bedingun­gen, unter denen sie ihr Gewerbe ausüben. Die divinatorische Kunst, die genauso oder noch viel eher als alle anderen Künste als hei­lig betrachtet werden sollte, muss von jegli­chem Kommerz getrennt werden. Wir wirken nur insoweit Gutes, als wir mit Gewissenhaf­tigkeit und vom ehrlichen Wunsch bewegt, anderen zu dienen, wahrsagen. Wer wahrsagt, übt ein Priesteramt aus, das der ehrwürdige Vorfahre aller anderen Ämter ist. Dies sollten wir uns vergegenwärtigen, bevor wir versu­chen, den Tarot zum Reden zu bringen.

Wir sollen die Wahrsagerei nicht als kindi­schen, intellektuellen Sport oder als Vergnü­gen, das keine Folgen nach sich zieht, betrei­ben, denn die Wahrsagekunst kann sehr weit führen. Wenn wir uns von einem zu engen Rationalismus befreien, versperrt uns nichts den Weg zur Vergangenheit. Indem wir uns mit der Symbolik der mittelalterlichen Bilder­maler befassen, lernen wir, die alten Weisen zu verstehen und ihre Vorstellungen zu er­neuern.

Wir müssen uns selbst einweihen, um zu ver­stehen und Hellsicht zu erwerben - jene Hell­sicht, der sich der engstirnige Rationalist in seiner Verblendung verschließt und so in Ge­fahr kommt, das arrogante Auftreten eines gelehrten Ignoranten anzunehmen.

Was soll der Sinn des Lebens sein?

10. November 2010
Leben - Du musst Dein Leben leben, von Minute zu Minute. Während Du es lebst, solltest Du reflektieren, was da passiert, was Du tust, wohin es Dich treibt, ob es eine Richtung ist, in die Du mitgehen willst. Reflektion ohne zu leben ist - wie die Chinesen sagen würden - ein zahnloser Papiertieger, eine Chimäre.

Der hl. Benedikt hat zwar gesagt: Bete und arbeite. Profan kannst Du es übersetzen: Handle reflektierend. Dabei ist ‘Handle’ keine Aufforderung zu Aktionismus. Leben ist nicht Aktionismus, leben ist auch Aktion, es ist aber auch Ruhe, Warten können, ein Gefühl für die richtige Zeit entwickeln. Für Epikur ist es das wichtigste, sich lebend nicht selbst zu verlieren, die Melodie zumindest teilweise selbst pfeifen und nicht nur nach fremden Melodien tanzen.

Auch die Sucht nach dem schnellen und falschen Glück ist eine fremde Melodie, bei der andere vorgeben, was toll ist. Krefeld, Loveparade - das Schlimme daran ist, dass sie alle so gierig nach fremder Melodie waren. Epikur würde nicht abraten, zur Loveparade zu gehen. Warum nicht. Sich mal treiben lassen. Doch nie ganz außer Kontrolle. “Pass auf”, würde er sagen, “Dass Du immer noch Du selbst bleibst und nicht Teil einer umhertreibenden Masse!”

Die zentrale Frage lautet immer, “Was kann M E I N Leben sein?” Nicht was ist. Denn Leben bildet sich fortwährend. Wichtig ist, dass es sich nicht über Dich hinwegbildet. Dazu sollte man in Erfahrung bringen (Meditation, Gespräch mit Freunden), wo die eigenen Stärken und Vorlieben sind, wie man reagiert, denn wie will man ein Auto steuern, das man nicht kennt. Das Verrückte an unsere Gesellschaft? Schau Dir die Autos an. Weil es “in” ist müssen alle mit Wüstenautos in der Stadt rumfahren. Wahnsinn, Abziehbilder von Abziehbildern. Das solltest Du nicht werden.



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